Mein Hobby, die Malerei
So etwas wie eine malerische Biografie
Diese Rubrik gab es schon früher. Das gleich mal vorneweg. Da erklärte ich kurz umrissen in den jeweiligen Kapiteln (Fensterbilder, Zeichnungen) wie so ein Bild gefertigt wird. Im neu überarbeiteten Bilderbuch ist das durch das neue Galerie-Programm nicht mehr so einfach möglich und deshalb habe ich mich dazu entschlossen, meinem Hobby, der Malerei, eine komplett neue Rubrik zu widmen.
Was bedeutet die Malerei für mich?
In meiner Kindheit war es einfach ein Bedürfnis, zu malen. Ich habe damit
auch schon sehr früh angefangen, schon im Vorschulalter. Jedes freie
Fitzelchenpapier wurde voll gekritzelt. Auch meine Bücher wurden davon nicht
verschont - geschweige denn später Schulhefte und Schulbücher. Mein
Lieblingsfach war logischerweise der Kunstunterricht.
Ich ließ keine Gelegenheit aus, um Malen zu können - meine Mutter hat jedes
Bild, das ich ihr jemals gemalt habe, aufgehoben - bis heute. Ich fing auch an,
Comics zu zeichen - natürlich hauptsächlich über Pferde. Das ging soweit, dass
ich die Seiten mit Nadel und Faden zusammen nähte, also richtige kleine Bücher
erstellte.
Je älter ich wurde, desto anspruchsvoller wurde ich dann in den an mich selbst
gestellten Anforderungen. Es genügte mir nicht mehr nur etwas herzustellen, was
man als Kindergekritzel bezeichnete. Ich fing an, mir Fotos als Vorlage zu
suchen und versuchte, damals noch mit Wasserfarben, diese Pferde so realistisch
wie möglich zu gestalten.
Während meiner Lehre und später, zu Anfang meiner Ehe, musste dieses Hobby aus
Zeitmangel auf der Strecke bleiben. Ich habe lange so gut wie nichts mehr gemalt
oder gezeichnet, bis meine älteren beiden Kinder in das Alter kamen, wo
Poesie-Alben interessant wurden. Und immer öfter mit der Bitte an mich heran
traten: Mama, malst du mir was in das Album für meine Freundin? Bald waren meine
Tierchen - vom Pferd bis hin zum Meerschweinchen, in der ganzen Schule beliebt.
Und ich fing an, mich wieder mit diesem lange vergessenen Hobby zu beschäftigen.
Allerdings nicht mehr mit Wasserfarben, sondern hauptsächlich mit Bleistift.
Das Ergebnis dieser Experimente, zusammen mit meinen alten Bildern aus der
Schulzeit, zierte eine kleine Galerie im Treppenhaus meines Hauses. Leider gab
es dann einen Sturmschaden, etliche Ziegel brachen - und wir merkten das erst,
als beim nächsten schlimmen Gewitter plötzlich das Wasser an der Wand entlang
rieselte - ausgerechnet an der Wand, an der meine Bilder hingen. Viele dieser
Bilder waren nicht mehr zu retten - speziell die aus Wasserfarben.
Später entwickelte es sich dann in Gemeinschaft mit meinen Kindern und mit
meiner Freundin Carmen eine neue Leidenschaft. Das Malen mit
Window-Color-Fenstermalfarben. Anfangs natürlich diese simplen Motive mit
Disney-Figuren. Aber schnell wurde mir das zu langweilig, ich wollte es - wieder
einmal - anspruchsvoller. Leider fanden sich wenige Motive, die diese Ansprüche
gestillt hätten - allenfalls mal etwas aufwendigere Blumenmotive, und so waren
bald sämtliche Fenster und Glastüren meines Hauses im Landhaus-Stil mit WiCo's
dekoriert.
Nach meiner Scheidung, eigentlich zuerst aus Langeweile - malen kann eine sehr gute Beschäftigungstherapie sein - fing ich wieder zu malen an. Den ganzen Tag alleine, arbeitslos, hatte - und habe - ich viel Zeit fürs Malen. Der Gedanke, diese Zeit mit WiCo's auszufüllen, lag nahe. Da sich bald immer mehr dieser Bilder bei mir stapelten und in der neuen Drei-Zimmer-Wohnung die Möglichkeiten mit diesen Bildern zu dekorieren, nur begrenzt waren - lag es nahe, irgendwann die überschüssigen Bilder im Ebay anzubieten und zu verkaufen.
Ziemlich schnell kam dann die Idee auf, nicht mehr nur die
herkömmlichen Window Color Vorlagen zu verwenden. Diese sind im allgemeinen
ziemlich simpel - damit auch Kinder damit zurecht kommen. Und ich begann, mir
die ersten Fotovorlagen auszudrucken und diese zu verwenden. Pferde, Hunde,
Katzen, Meerschweinchen.
Als ich diese Bilder im Ebay anbot - Pferde, zumeist Hengste, die es in der
Zucht wirklich gibt - mit absolutem Wiedererkennungsfaktor, dann Hunde- und
Rassekatzen merkte ich, dass da tatsächlich Nachfrage besteht. Und so nach und
nach traten immer mehr Leute an mich heran mit der Bitte, ob ich nicht auch
ihren Liebling, ihr Haustier so malen könnte...
Parallel dazu entdeckte ich auch die Zeichnerei wieder. Anfangs noch ziemlich außer Übung, wurde ich mit der Zeit immer sicherer und war dann bald soweit, auch Zeichnungen zum Verkauf anbieten zu können - und Auftragsarbeiten zu übernehmen. So nach und nach gesellten sich dann auch andere Techniken dazu - derzeit experimentiere ich tatsächlich mit Aquarellstiften- und Farben.
Auch neue Dekorationsmöglichkeiten erstellten sich so nach und nach. Mittlerweile gibt es bereits Gläser, Übertöpfe und Tischabfallbehälter mit WiCo's von mir. Karin Rozansky bedruckt T-Shirts mit Zeichenmotiven von mir. Und für die Zukunft ist es geplant, Kunstpostkarten mit meinen Zeichnungen herauszubringen und ich bastle an Mobiles mit WiCo's.
Sisas-Bilderbuch gibt es seit ein paar Jahren auch als Verkaufsstand. Derzeit zumeist auf Ausstellungen von Meerschweinchen-Züchtern im süddeutschen Raum, und auf Flohmärkten. Aber ich spiele mit dem Gedanken, einmal eine kleine Verkaufs-Ausstellung in einem Zoogeschäft zu veranstalten... wenn sich eine Zoohandlung findet, die dazu bereit ist.
Das Bilderbuch - und meine Ideen - sind auf jeden Fall
lange noch nicht am Ende. Es wird immer wieder etwas Neues geben!
Und zum Glück habe ich viele Freunde, die mir immer neue Ideen-Impulse
vermitteln. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an all diese Freunde!
Wie entsteht ein Window Color Fensterbild?
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Wie entsteht eine Zeichnung?
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©01.05.06